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2016

Im Februar, über Chinesisches Neujahr, war erst mal Tasmanien dran. Neben den üblichen Highlights Hobart, Port Arthur, der Wineglas Bay auf der Freycinet-Halbinsel, "The Nut" und einen kurzen Abstecher in den Cradle Mountain Park waren wir auch drei Tage im privaten Mountain Valley Naturpark. Dieses kleine Resort, bestehend aus einigen geräumigen Kabinen mit offenem Holzfeuerkamin und Panoramafenster, in der Nähe von Loongana am Fuße des Mount Bluff ist eine ideale Basis, um Tiere zu beobachten; das geht dort sogar vom Bett aus. Bei Tag sahen wir Wallabys, blaue Zaunkönige (Blue Wren) und einen Ameisenigel (Echidna), in der Dämmerung konnten wir Schnabeltiere (Platypus) beim Schwimmen beobachten, und in den Nächten besuchten uns Opossums, Beutelmarder (Quolls) und einige Tasmanische Teufel; leider haben wir nur kein Wombat gesehen. Ein einzigartiger Höhepunkt (eigentlich "Tiefpunkt", wenn man es zu wörtlich nimmt) war die Führung durch Les, der zusammen mit seiner Frau Pat das Resort betreibt, in eine unerschlossene Tropfsteinhöhle, mehr als ein Kilometer in den Berg hinein, mit einer Kriechpassage am Ende, die mit dann mit einer kleinen Halle voll mit aktiven Glühwürmchen belohnt wurde. Am nächsten Tag wollten wir noch ein Teilstück des Penguin-Cradle-Walk auf den Mount Bluff wandern, mussten aber nach zwei Stunden bei heftigem Regen am Paddys Lake aufgeben und zum Resort zurücklaufen. Immerhin konnten wir während den zehn Tagen auf Tasmanien noch einige zweistündige Wanderungen unternehmen. Auch das Essen ist sehr gut dort, besonders die frischen Austern. Nur alle Übernachtungen sollte man vorbuchen, spontan zu suchen war sehr mühsam.
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Der nächste chinesische Feiertag ist dann der 1. Mai. Diesmal sind wir zusammen mit Mifangs Schwester und ihrem Verlobten zu Mifangs Eltern nach Zhongnan bei Xi'an gefahren. Wie im Vorjahr hatten wir bei der 1400 km langen Hinfahrt von Shanghai einen kleinen Autounfall. Es gibt in dieser Gegend viel zu sehen, besonders mag ich das nahe Qinlin-Gebirge (Qin mountains), welches Nord- von Südchina trennt und die Wasserscheide zwischen dem Gelben Fluss und dem Yangtse (Chang Jiang) bildet. Lohnenswert ist immer noch der Louguantai-Tempel auf der Nordseite zwischen Xi'an und der Kreisstadt Zhouzhi, obwohl der inzwischen übel touristisch erschlossen ist, beim ersten Besuch vor 18 Jahren war das noch echt ein Erlebnis. Im dortigen Wild Animal Breeding and Protection Center durften wir zwei Pandabaren aus nächster Nähe beobachten. Bei Hanzhong auf der Südseite des Qinlin-Gebirge konnten wir den Nachbau der Baoye-Straße, einem erstmals vor 2400 Jahren auf Holzplanken angelegten Gebirgsübergang, besichtigen. Ausserdem hat mir die Fahrt von Zhouzhi in den Heihe National Forest Park am Fuße des Taibaishan gefallen. Der Taibaishan ist mit 3767 m der höchste Berg Chinas ausserhalb des tibetischen Plateau und den Gebirgen Zentralasiens. Im Park hatten wir die historische und aufgegebene Kreisstadt (Houzhenzi Ancient Town?), jetzt nur noch ein entlegenes Dorf in wunderschöner Landschaft, besichtigt. Wir haben dort auch exzellent gegessen, mit allen Zutaten im Dorf lokal angebaut oder hergestellt.
Qinlin MountainsZhouzhiHanzhongPandaHeiheHouzhenzi
Im Juli, zwischen der Hochzeit von Mifang's jüngerer Schwester und dem 80. Geburtstag meiner Mutter, waren wir dann zum dritten mal im Hotel Goldknopf auf der Seiser Alm. Am ersten Tag (18. Juli) hatten wir zum Einlaufen eine 5-stündige Rundtour vom Goldknopf (immer noch 2078m) über die Sanon-Hütte (1849m) und zurück über Saltria (1672m), weite Teile dem Hans & Paula Steger Weg folgend. Am zweiten Tag hatten wir getrennte Touren. Mifang, ihre frisch verheiratete Schwester und dessen Mann folgten einer geführten Tour von der Williamshütte auf den Plattkofel, während ich mir eine 12,5-stündige Kombi des Laurenzi-Klettersteigs und Kesselkogel-Klettersteigs antat:
Hotel Goldknopf (2078m) - Rosszahnscharte (2497m) - Thierser Alpl (2448m) - Molignon Pass (2600m) - Laurenzi-Klettersteig über den Molignonkamm mit den Gipfeln Nordwestlicher Molignon (2778m) und Mittlerer Molignon (2845m) zum Weg 580 oberhalb des Antermoia Sees (ca. 2500m) - ein Stück dem Weg 580 folgend zum Einstieg des Kesselkogel-Klettersteigs in der Ostflanke - Überschreitung des Kesselkogels (3002m) - Abstieg über Nordkamm und Westflanke - Grasleitenpasshütte (2601m) - Weg 11A (ca. 2350 m) - Molignonpass - Thierser Alpl - Rosszahnscharte - Hotel Goldknopf. Die Tour war bei bestem Wetter lang und schwierig und ich kann Nachahmern nur empfehlen, im Falle einer Rundtour als Ausgangs- und Zielpunkt die Thierser Alpl zu wählen. Dort gibt es eine schöne Karte, die ich fotografiert habe und hier zur Verfügung stellen will (zum Vergrößern anklicken). Eine gute Wanderkarte von Südtirol ist übrigens auch im Internet verfügbar, allerdings fehlen dort die Klettersteige.
Map small Laurenzisteig - MolignonKesselkogel
Am letzten Tag wanderten wir wie im Vorjahr die Rundtour Goldknopf - Rosszahnscharte - Thiersel Alpl - Dialer - Mahlknechthütte - Almrosenhütte - Goldknopf.

Im Oktober kam dann nochmal ein echtes Highlight: Unser zweiter Besuch auf Hawaii. Diesmal verbrachten wir 10 Tage auf der Insel Maui. Die ist nicht ganz so spektakulär wie Big Island, aber viel grüner. Mit dem Mietwagen konnten wir die Insel gut erkunden und sind auch alle Straßen abgefahren, die ohne Vierradantrieb befahrbar sind, insbesondere der Hana-"Highway" und der Piilani-"Highway"; beides sind kurvenreiche Straßen mit einspurigen Brücken und 10 bis 30 mph Geschwindigkeitslimits. Am ersten Tag nach der Ankunft hatten wir gleich unsere längste Wanderung, 7 Stunden und 18 km im Haleakala-Nationalpark: Vom Ender der "Crater Road" auf 9745 Fuß Höhe zunächst 2500 Fuß bergab auf dem Sliding Sand Trail zum Kraterboden, danach durch die Cinder Dessert aufwärts zum Ka Moa o Pele und Kawilinau (Bottomless Pit), weiter und bergab zur Kapalaoa Cabin (7250 Fuß), und dann den langen Weg bergauf und zurück auf dem Sliding Sand Trail. Zum Sonnenuntergang sind wir noch auf den Gipfel des Magnetic Peak (10'008 Fuß) weitergefahren, zum Sterne beobachten war es aber sofort zu frostig. Unsere zweite, aber sehr kurze Wanderung machten wir 4 Tage später, ebenfalls im Haleakala-Park, aber von der Küstenseite bei Hana. Der Weg heißt Pipiwai Trail (Waterfall Trail) und startet von Oheo Gulch (Seven Pools), führt über Makahiku Falls , durch einen Bambuswald und endet eigentlich am Waimoku Falls. Leider war der Weg aber für die letzte Meile gesperrt.
Haleakala Natl. ParkBaldwin Beach ParkRed Sand Beach HanaBlowhole


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© Wolfgang Schäfer, Shanghai, 2009-2016, diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 29. Mai 2016. This page is only available in German language.